Eine Reise zu mir Selbst – mit Fahrrad und Biwaksack

Ich bin gerade von einem wunderbaren keltischen Abenteuer gestärkt zurückgekommen – eine Solo-Radtour mit Biwaksack durch Wales, Irland und Schottland. Entgegen meiner Gewohnheit war es dieses Mal eine richtig spontane, intuitive Reise. Außer den Flugticket zu buchen war ich nicht in der Lage, irgendetwas im Voraus zu planen, denn ich wusste intuitiv, dass eine Reise ins Unbekannte mir nun bevorstand – eine Reise zu mir selbst. In den Tagen vor meiner Abreise war jedoch die Angst so groß, dass ich das Ganze fast absagen wollte. Immer wieder fragte ich das Universum: „Wieso muss ich diese Reise gerade jetzt machen, und warum alleine und gänzlich ohne Vorplanung?“

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In der Tat hat sich die Reise weitaus schöner und erstaunlicher herausgestellt aus ich mir jemals hätte vorstellen können – atemberaubende Landschaften; wunderbare, herzliche Begegnungen; eine Fülle von einzigartigen, abwechslungsreichen Schlafplätzen und viele unerwartete Geschenke haben mir auf meinem Weg beschert. Und dabei habe ich immer wieder ein wunderbares Gefühl der Freiheit und Geborgenheit gehabt, sowie viele wichtige Erkenntnisse. Einige Herausforderungen waren natürlich auch dabei: das extrem wechselhafte Wetter, einen Sturzunfall, Krankheit, sowie viele Momente der Einsamkeit und Verzweiflung. Aber was ich durch diese Schwierigkeiten in mir entdeckte, war viel mehr Kraft als ich jemals gedacht hätte. Erst wenn wir auf sich alleine gestellt sind, dürfen wir erleben, was in jedem von uns wirklich steckt.

Vor allem hat mich diese Reise darin bestärkt, meiner inneren Führung zu vertrauen und meinen eigenen Weg zu gehen. Sie hat mir gezeigt, dass ich im Leben nicht immer wissen muss, wo mich die Reise hinführt – es ist nicht das Ankommen, sondern die Reise selbst, die wichtig ist. Jedes Mal dass ich nicht mehr weiterwusste, entweder weil meine unterwegs gekaufte Straßenkarte nicht ausreichend detailliert war, weil ich müde war oder keinen passenden Schlafplatz finden konnte, hielte ich kurz inne, ließe los und wartete… Und siehe da, jedes Mal ist binnen zwei Minuten eine Eingebung oder praktische Hilfestellung wie von Geisterhand plötzlich gekommen. Wie etwa auf der schottischen Insel Bute, wo ich vergeblich ein trockenes, ebenes Zeltplätzchen suchte, als eine vorbeifahrende Radfahrerin mich spontan eingeladen hat, bei ihnen im Garten zu schlafen. Perfekt! Besser hätte ich es nicht planen können!

 

 

 

 

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